Benefizspiel 04. 06. 2011...  -Teil 2-            

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Ein Lächeln auf Stefanies Gesicht

6. Juni 2011 | von Berthold Wagner

ALSTENBEK. Da sitzt sie in ihrem Rollstuhl unter dem Dach der Zuschauertribüne, eingerahmt von den Eltern und ihren beiden besten Freundinnen, verfolgt das Spielgeschehen und lächelt. Lächelt, weil sie Fußball liebt, den sie bis vor wenigen Jahren selbst leidenschaftlich gespielt hat. Und weil dort auf dem Rasen des Jacob-Thode-Sportplatzes ihre früheren Mannschaftskameradinnen von der Bundesliga-Mannschaft der HSV-Frauen für sie kicken. Für Stefanie Vogelwiesche, die im Oktober 2006 nach einem Herzstillstand in den Sekundentod fiel, wiederbelebt wurde, aber seitdem schwerstbehindert ist.

Sie kann nicht mehr gehen, das Sprechen fällt ihr schwer. Doch es ist zu verstehen, was die 24-Jährige sagt: "Es ist so gut, sie wiederzusehen." Sie, das sind ihre früheren Mitspielerinnen, die Stefanie nicht vergessen haben. Immer wieder haben sie bei jeder Gelegenheit für ihre Team-Kameradin gesammelt. Jetzt kicken sie in der Hitze dieses Sonnabendnachmittags vor 200 Zuschauern eher mit den Zweiten Senioren der SV Halstenbek-Rellingen als gegen sie.

Das Benefiz-Spiel hat HSV-Mannschaftsführerin Janina Haye initiiert. Die 24-jährige Mittelfeldspielerin hat früher für die SVHR gekickt, ihr Vater Joachim (51) spielt im Team, das heute mehr Partner als Gegner ist und die Begegnung nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1 gewinnt. "Das Ergebnis ist heute völlig egal", sagt Janina Haye.

Wichtig ist eine andere Zahl: Spenden, der Verkauf von Würstchen und die Versteigerung von Fan-Artikeln bringen 2500 Euro für Stefanies Rehabilitation.

Ihre Eltern Hans-Werner (57) und Ursula (60) ringen lange nach Worten: "Danke, dass ihr eure Mannschaftskameradin nicht vergessen habt."